Naturkosmetik - Kosmetik aus dem Garten

Arnika

Arnika

Arnica montana

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Arnika - Arnica montanaWohlverleih wurde die Pflanze früher in Deutschland genannt; eine Flasche Arnika-Tinktur durfte in keiner Hausapotheke fehlen. Diese Tinktur - die bei Blutergüssen, Quetschungen, Zerrungen und Verstauchungen sowie bei rheumatischen Schmerzen hilft - hat heute durch ihre die Durchblutung steigernde und Entzündungen hemmende Wirkung einen festen Platz in der Kosmetik-Küche.
Kräuterpfarrer Johann Künzle hatte ein einfaches Rezept für die Arnika-Tinktur. Er warf eine tüchtige Handvoll Arnikablüten in ein Einmachglas und goß einen halben Liter Branntwein dazu, schloß das Glas dicht ab und stellte es acht Tage an die Sonne. Dann wurde in eine braune Medizinflasche abgefiltert - fertig.
Ein Problem: Arnika ist geschützt. Sie müssen die Pflanze also selbst ziehen, wenn Sie frische Blütenblätter verwenden wollen. (Getrocknete bekommen Sie in der Apotheke.) Sie pflücken die dottergelben Blüten von Juli bis in den August - am besten mittags. Denn bei voller Sonne ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Die grünen Hüllkelche am Blütenboden entfernen Sie; die haben in Ihrer Tinktur nichts zu suchen.

Ganz einfach ist ein Gesichtsdampfbad. Eine Handvoll Blüten wird mit kochendem Wasser übergossen. Handtuch über den Kopf und mit dem Gesicht so dicht wie möglich an die dampfende Flüssigkeit! Das ist gut bei unreiner Haut; es macht sie zart und gibt ihr eine gesunde Farbe.
Die meisten Haarspülungen aus Pflanzen sind für Blonde nicht geeignet. Ihr Haar ist zu fein und etwas anders aufgebaut als dunkles. Ein Arnika-Aufguß ist aber gut für blondes Haar - vor allem, wenn es fettig ist. Sie übergießen eine Handvoll Blüten mit kochendem Wasser, lassen eine Stunde ziehen und seihen durch ein Kaffeefilter ab. Nach dem Waschen spülen Sie Ihr Haar mit der Flüssigkeit und massieren diese gleichzeitig in die Kopfhaut ein.
Neben der alkoholischen Arnika-Tinktur wird in allerlei Kosmetika auch Arnika-Ölauszug verwendet. Dazu nehmen Sie fünf Gramm getrocknete Arnika-Blütenblätter und geben sie in eine dunkle Flasche. Dann gießen Sie 0,1 Liter Oliven- oder Sojaöl darauf. Die fest verschlossene Flasche kommt für drei bis vier Wochen an einen warmen Platz. Ab und zu sollten Sie schütteln. Dann müssen Sie filtern - am besten zweimal: erst durch ein feines Sieb, dann durch ein Nesseltuch.
Mit der Tinktur und dem Ölauszug können Sie sich sehr verschönern, wenn Ihre Haut gestreßt, müde und trocken ist. Sie bereiten sich eine Mayonnaise mit einem Eigelb. Dahinein rühren Sie tröpfchenweise zwei Eßlöffel Ihres Ölauszugs, der die gleiche Temperatur haben muß wie das Ei. Ein Spritzer Zitronensaft kommt dazu - fertig. Mit einem Pinsel wird die Packung auf das gut gereinigte Gesicht aufgetragen. Nach einer halben Stunde waschen Sie mit lauwarmem Wasser ab. Sie werden staunen, wie sich Ihre Haut darüber freut!
Die Packung dürfen Sie so oft auflegen, wie Sie wollen. Schaden kann es nicht.
Auch zur Hautwäsche können Sie sich etwas Appetitliches zusammenmischen. Sie brauchen dazu hundert Gramm Weizenkleie (aus dem Reformhaus), die Sie in anderthalb Liter Wasser einrühren. Ein Kaffeelöffel Ihrer Arnika-Tinktur kommt hinzu. Damit waschen Sie sich das Gesicht. Mit viel lauwarmem Wasser spülen Sie nach. War Ihre Haut vorher trocken, spröde oder entzündet, so ist die Veränderung bereits nach der ersten Wäsche mit " Wohlverleih" frappierend: Sie bekommen weiche, rosige Haut - und schon fühlen Sie sich so, wie Sie aussehen.

Wenn Sie sich öfter massieren lassen, sollten Sie sich ein Massageöl mischen. Nehmen Sie zu gleichen Teilen Arnika-Ölauszug und ein süßes Mandelöl ( aus der Apotheke). Das ist nicht ganz billig. Aber die beiden Öle gehen eine harmonische Einheit mit dem Hautfett ein, werden also von der Haut ganz ausgezeichnet aufgenommen.

Arnika in der Naturmedizin

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