Naturkosmetik - Kosmetik aus dem Garten

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Betula pendula (Weißbirke) und pubescens (Besenbirke)

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Birke - Betula pendula

Viel hat man mit der Birke schon angestellt. Ihre weiße Rinde diente lange vor Christi Geburt als Schreibmaterial. In Skandinavien wird aus ihrem zuckerhaItigen Saft Birkenmet hergestellt. Bei den Germanen galt sie als Zauberbaum; als Maibaum wird sie noch heute behängt und beklettert.
Der Saft, der im Frühjahr aus der angeschnittenen Birke tritt, wird vor allem für die kosmetische Industrie aufgefangen. Rezepturen für Birkenwasser gibt es schon lange. Sollten Sie einen Birkenbesitzer kennen, der Ihnen das Anbohren seiner Bäume erlaubt, kaufen Sie vorher medizinischen Alkohol in der Apotheke, denn der Saft gärt fast sofort, wenn er nicht gleich im Alkohol ertränkt wird. Ein Teil Sechsundneunzigprozentiger auf drei Teile Saft ist genug. Sollte Ihnen die Frühjahrsmüdigkeit in den Knochen sitzen, trinken Sie von dem Saft - ohne Alkohol. Vielseitig wirkt ein Tee aus Birkenblättern. Zwei Teelöffel werden mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. Nach zehn Minuten wird abgeseiht, dann getrunken. Das wirkt bei Nierenentzündungen, aber angeblich auch gegen "Flecken der Haut und Sommersprossen".
Bei Fußschweiß kann man den Sud für Abreibungen verwenden. Und ein Tuch, mit der Flüssigkeit getränkt, dient als Gesichtskompresse bei fettiger und unreiner Haut.
Zur Haarspülung eignet sich der Tee ebenfalls; er macht das Haar weich und glänzend, hilft gegen Schuppen und Kopfjucken sowie gegen Haarausfall. Massieren Sie die Flüssigkeit (das Gebräu sollte ganz frisch sein) gut in die Kopfhaut ein!
Noch besser wirkt dieser Tee, wenn Sie die Blätter (es dürfen dann auch mehr sein) einige Stunden im Wasser ziehen lassen - nach dem Kochen und vor dem Abseihen. Nur Blonde sollten den Sud dann nicht benutzen. Es sei denn, sie lieben einen interessanten grünbraunen Ton im Haar.

Es gibt aber noch mehr Birken-Rezepte, die dem Haar dienen. Sie können einen gehäuften Eßlöffel kleingeschnittener Birkenblätter in einen Liter Obstessig geben und zwei Wochen an einem warmen Platz stehen lassen. Damit (aber dreifach mit Wasser verdünnt!) spülen Sie nach der Haarwäsche die Seifen- und Kalkreste aus; das bewirkt der Essig. Die Birke gibt dem Haar schönen Glanz und gute Frisierbarkeit.
Das beste Birken-Haarwasser stellen Sie jedoch so her: Sie sammeln im Frühjahr die noch etwas klebrigen Blätter und trocknen sie im Schatten. Fünf Gramm der getrockneten Blätter geben Sie in 100 Gramm siebzigprozentigen Alkohol. Das lassen Sie vier bis sechs Wochen warm und dunkel stehen. Dann wird gefiltert. 20 Gramm von dieser Tinktur werden mit je zehn Gramm Arnika- und Klettenwurzel-Tinktur vermischt (die Rezepturen der beiden Tinkturen finden Sie in dieser Internetpräsenz bei den entsprechenden Pflanzen). Lösen Sie in der Mischung fünf Tropfen Melissenöl und füllen mit 60 Gramm Hamameliswasser auf! (Das bekommen Sie in der Apotheke - wie die anderen Tinkturen auch, wenn Sie diese nicht selbst herstellen wollen.)
Sie haben jetzt ein starkes Kräuter-Haarwasser, das medizinisch kaum übertroffen werden kann. Es hilft bei Schuppen, stark fettender Kopfhaut, bei Kopfjucken und Haarausfall, pflegt und desinfiziert die Kopfhaut, reinigt und fördert die Durchblutung. Es hilft auch bei Wunden, reizt aber ziemlich. Lassen Sie nichts davon in die Augen kommen und verwenden Sie das Haarwasser nur in Tropfen, die Sie auf der Kopfhaut verteilen und ganz leicht einmassieren!

Birke in der Naturmedizin

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