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Man kennt die oft in Hecken wachsende dornige Pflanze mit den gut schmeckende
Früchten, deren Blüten für Bienen eine hervorragende Nahrungsquelle
sind. Für kosmetische Zwecke sind aber die Blätter wichtiger - am
besten die jungen, voll entfalteten. Die enthalten am meisten Gerbstoffe,
die hautklärend und porenverengend wirken. Man verwendet sie demgemäß
bevorzugt bei großporiger, unreiner Haut.
Für eine Gesichtskompresse übergießen Sie eine kleine Handvoll
Brombeerblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lassen sie
darin 15 Minuten ziehen. Dann seihen Sie ab, tränken mit der Flüssigkeit
ein Tuch und legen sich das auf das vorher gereinigte Gesicht.
Für einen hautklärenden Badezusatz bringen Sie einen halben Liter
Wasser zum Kochen und geben zwei Handvoll getrocknete Brombeerblätter
hinein. Sie decken den Topf zu, stellen die Hitze auf die kleinste Stufe und
kümmern sich die nächste halbe Stunde nicht darum. Dann seihen Sie
ab, rühren nicht zu wenig Bienenhonig hinein und schütten diese
Mixtur ins Badewasser. Seife oder ein Schaumbad sollten Sie nicht gleichzeitig
verwenden.
In vielen alten Kräuterbüchern findet man ein Rezept zum Haarfärben:
"Brombeerlaub in Laugen gesotten / macht schwartze Haar." Wir haben
es vorsichtigerweise nicht ausprobiert, ebensowenig wie das folgende, das
Dioscurides 1610 in seinem Kräuterbuch veröffentlichte: "Die
Brombeerblätter / gleichfalls in der Gestalt eines Pflasters übergelegt
/ wehren den Geschwieren / die weiter kriechen / heylen die fließende
Hauptgeschwiere / und die außfallenden Augen."
Zum Färben von Stoff sind die Blätter und die (besser) die jungen
Triebe der Brombeere
geeignet. Sie ergeben schöne braune und graue Farben.
Dem Esoteriker hilft die Beere, die Willenskraft zu steuern und entschlossen
zu handeln – auch das kann schön und anziehend machen.