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Sie braucht sauberes Wasser, frische Quellen sind ihr am liebsten. An jedem
Brunnen war die Pflanze früher zu finden. Sehen Sie die Brunnenkresse
heute an einem Wasserlauf, können Sie beruhigt davon trinken.
Brunnenkresse enthält viel Eisen, Kalium und Jod. All das ist wichtig
für den Körper. Sie leidet auch nicht an Vitaminmangel, so daß
Sie die Pflanze innen und außen gut brauchen können.
Kräuterpfarrer Künzle empfahl bei allerlei Leiden und Gebrechen
eine Salatkur mit frischen Blättern. Auch bei Hysterie soll das helfen.
Eine Frühjahrskur bietet sich an, sobald Sie Brunnenkresse finden. Auch
der Saft, den Sie im Reformhaus bekommen, reinigt die Haut von innen und außen.
Tupfen Sie ihn auf unreine Hautpartien und Pickel! Selbst Sommersprossen sollen
sich bei längerer Anwendung vertreiben lassen. Gegen Altersflecken verrühren
Sie den Saft mit etwas Honig und lassen das Gemisch eine Stunde einwirken.
Das nutzte man schon vor ein paar hundert Jahren: "Die Brunnenkresse
reiniget und säubert alle äußerlichen Flecken der Haut / eine
gantze Nacht übergelegt / und morgens die Haut damit gewaschen."
Es wird aber auch gewarnt: "Solle von schwangeren Weibern nicht zu viel
genossen werden, weil er zu sehr treibet."
Zum Trinken sollten Sie den Saft mit der fünffachen Menge Wasser verdünnen.
Sonst können Reizungen des Halses, des Magens und der Niere auftreten.
Und wenn Sie schwanger sind, sollten Sie besser ganz darauf verzichten.
Äußerlich angewendet, schadet die Brunnenkresse auch schwangeren
Frauen nicht. Übergießen Sie eine Handvoll Brunnenkresse mit einem
Viertelliter kochendem Wasser und lassen Sie zehn Minuten ziehen! Dann seihen
Sie ab. Tränken Sie ein Tuch mit der Flüssigkeit; das ergibt eine
gute Kompresse, die bei unreiner Haut hilft.
Wenn Falten am Hals Sie belasten, dann nehmen Sie ein altes Hausmittel: Zwei
Handvoll Brunnenkresse werden mit einem Liter heißer Milch übergossen.
Das lassen Sie kurz ziehen und filtern ab, tauchen ein Tuch in die heiße
Milch, legen es um den Hals und lassen es dort, bis es kalt ist.
Und sollte mal wieder jemand gar nicht in Schwung zu bringen sein, dann versuchen
Sie ein Rezept aus dem 18. Jahrhundert: "Einen Schwamm in Brunnenkreßich,
Saft und Eßich getaucht und unter die Nase gehalten, erwecket diejenigen,
so mit der gefährlichen Schlafsucht, Lethargo, angegriffen sind, und
macht sie wacker".
Brunnenkresse in der Naturmedizin