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Eibisch Eibisch


Althaea officinalis

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Eibisch - Althaea officinalis

Der Eibisch hat die Botaniker leicht überfordert - zumindest bei der Namensgebung.
Der Echte Eibisch aus der Gattung Althaea ist ein Malvengewächs. Er ist aber gleichzeitig sein eigener Stiefbruder denn es gibt da noch die Gattung Eibisch, die botanisch "Hibiscus" genannt wird. Der Hibiscus stammt ebenfalls aus der Familie der Malvaceae, der Malvengewächse. Das ist ziemlich verwirrend - aber in der Natur kann man die beiden kaum verwechseln.
Der Eibisch galt früher als Heilkraut, das - wie man glaubte - jedem Zweck gerecht wurde. Sein botanischer Name "Althaea" soll vom griechischen "Althaina" kommen - und das heißt einfach "ich heile". Heute weiß man, daß der Eibisch Schleimstoffe enthält, die vor allem bei Bronchialbeschwerden und Kopfweh helfen; dazu verwendet man die kleingehackten Blätter.
In den Wurzeln steckt noch mehr; die bekommen Sie am einfachsten pulverisiert in der Apotheke. Sie können die bis zu einem halben Meter langen Wurzeln natürlich auch selbst sammeln, aber nur im Frühjahr oder im Herbst lohnt sich das; sonst ist zu wenig Wirksames drin. Außerdem ist der Eibisch nicht überall zu finden; er mag salzhaltige Böden. Selbstgesammelte Wurzel wird gewaschen, gebürstet, geschält, geschnitten und getrocknet. Der Schleim des Eibisch ist gut für trockene und nervöse, aber auch für unreine oder gespannte Haut.
Eine einfache pflegende Maske ist schnell hergestellt. Sie nehmen Eibisch-Pulver (oder pulverisieren eine halbe Tasse der Wurzel in der Kaffeemühle) und rühren mit etwas warmem Wasser einen zähen Brei an, geben einen Spritzer Zitronensaft und einen Eßlöffel Bienenhonig dazu. Diese Masse kommt in ihr Gesicht, klebt wie Pech und muß eine Stunde einwirken, bevor Sie die Haut mit warmem Wasser abspülen können. Aber die Haut fühlt sich viel besser an - zumindest nach dem fünften Mal. Schleimstoffe brauchen Geduld, bis sie ihre volle Wirkung zeigen.
Zur Pflege von trockener, müder und alternder Haut ist eine Pflanzenmischung noch besser. Nehmen Sie zwei Eßlöffel pulverisierte Eibischwurzel, je einen Eßlöffel Malve- und Weißdornblüten und übergießen Sie das mit 0,2 Litern destilliertem Wasser!
Decken Sie das Gefäß ab und lassen Sie es einen Tag in Ruhe. Das ergibt eine dickliche Flüssigkeit, die Sie abfiltern. Rühren Sie noch zwei Eßlöffel Calendula-Tinktur dazu, dann ist Ihr Pflege-Gel fertig. Geben Sie etwas davon auf einen Wattebausch und reiben Sie damit ihr Gesicht ab! Das Gel wirkt erfrischend und entspannend. Sie können es auch nach dem Bad als Körperlotion verwenden.
Ganz genau wußte es ein Kräuterkundiger im 18. Jahrhundert. Er schrieb: "Eibisch-Wurtzel in Milch zu einem Pflaster gesodten und übergelegt, erweichet und zeitiget alle Geschwiere, sonderlich aber die sich an den Brüsten und am Halse erzeigen.“

Eibisch in der Naturmedizin

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