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Der Name "Faulbaum" hängt nicht mit der bewährten menschlichen
Eigenschaft zusammen, sich vor der Arbeit zu drücken. Er kommt vom fauligen
Geruch der frischen Rinde. Die riecht zwar wirklich nicht gut, enthält
aber die Wirkstoffe, die den Baum wertvoll machen. Sein Holz dagegen ist es
nicht. Der botanische Beiname kommt vom lateinischen "frangere"
- zerbrechen. Das Holz ist für nichts zu gebrauchen. Nur aus dem verbrannten,
der Kohle, läßt sich Nützliches hersteIlen - sofern man gutes
Schießpulver dazurechnen will.
Der Tee, der aus der Rinde zubereitet wird, ist ein mildes Abführmittel
und bekommt dadurch auch der Haut. Nur sollte die Rinde mindestens ein Jahr
gelagert sein - frische Rinde ist giftig. Bei äußerlicher kosmetischer
Anwendung stört dies allerdings nicht; der Gerbstoffgehalt der Rinde
macht sie zur Behandlung fettiger und unreiner Haut geeignet.
Sie setzen ein Handvoll Faulbaumrinde mit einem Liter Wasser an. Lassen Sie
das eine halbe Stunde kochen! Tränken Sie ein Tuch mit der Flüssigkeit
und legen Sie sich die Kompresse auf die gut gewaschene Gesichtshaut.