Naturkosmetik - Kosmetik aus dem Garten

HopfenHopfen


Humulus lupulus

Der Hopfen ist eine bekannte Pflanze - wenn auch nur Wenige sie erkennen würden, wenn sie vor ihr stünden. Der Hopfen wächst wild in feuchten Gebüschen und an Flußufern. Das wirtschaftlich interessante Lupulin, das dem Bier seine Würze und Haltbarkeit verleiht, ist jedoch im wilden Hopfen kaum zu finden. Für die Brauerei wird die Schlingpflanze an hohen Gerüsten angebaut - hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg. Dieses Lupulin, das aus den Hopfenzapfen als gelbes Pulver ausgesiebt wird, hat beruhigende Eigenschaften. Ein "Hopfenkissen" oder Hopfentee wurde früher bei Nervosität und Schlafstörungen empfohlen. Hopfen wirkt auch entspannend auf die weiblichen Unterleibsorgane. Dafür ist ein pflanzliches Hormon, das dem Östrogen ähnelt, verantwortlich. Dieser Stoff dämpft auch allerlei Anfechtungen. Möglich, daß die Mönche deshalb als Bierbrauer berühmt wurden. Keuschheitsgelübde sind mit Hopfen leichter einzuhalten.
Lange bevor die Wirkungen des Hopfens bekannt waren, wurden seine Sprossen im Frühjahr gepflückt und wie Spargel zubereitet.
Im Mai blüht diese Pflanze. Wenn Sie keinen Hopfenbauer finden, der Ihnen das Pflücken der Blüten erlaubt, können Sie diese in der Apotheke bekommen. Ein öliger Auszug läßt sich bei Halsfalten anwenden. Dazu übergießen Sie 50 Gramm Hopfenblüten mit 100 Gramm Olivenöl. Diese Mischung muß in einem luftdicht verschlossenen klaren Gefäß vier Wochen lang an einem warmen Platz stehen - am besten in der Sonne. Nach einem Monat seihen Sie ab. Zwei bis dreimal wöchentlich sollten Sie das Hopfenöl auf die Falten auftragen und, mit einer Binde abgedeckt, in die Haut einziehen lassen.
Als es in England gegen Ende des 17.Jahrhunderts das erste Hopfenbier gab - die Engländer tranken bis dahin hopfenloses Ale -, ereiferte sich Sir John Evelyn. Hopfenbier würde Begierde wecken und das Leben verkürzen. Sir John irrte. Ein Glas Bier am Abend als Schlummertrunk ist eher geeignet, das Leben zu verlängern wenn aus dem einen nicht ein Dutzend wird.

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Hopfen - Humulus lupulus

Hopfen in der Naturmedizin || Bier - der gesunde Durst

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