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Schon den Römern war der Huflattich als hustenlösende Pflanze bekannt.
"Tussilago" kommt vom lateinischen "Tussis" (Husten) und
"agere" (vertreiben). Wörtlich übersetzt heiß der
Name also "ich vertreibe den Husten".
Nicht nur Tränke, Destillate, Pulver und Pillen wurden aus ihm hergestellt.
Er wurde auch geraucht - der Gesundheit wegen. In manchen Rauchmischungen
für Asthmatiker ist Huflattich noch heute enthalten.
Als Kosmetikum ist die Pflanze vielseitig zu gebrauchen. So empfiehlt sich
zur Behandlung fetter und unreiner Haut ein Gesichtsdampfbad. Sie übergießen
eine Handvoll Huflattichblätter mit kochendem Wasser und setzen sich
mit einem Handtuch über dem Kopf den heißen Dämpfen aus.
Auch für Ihre Haare - sofern die nicht blond sind - ist Huflattich gut.
Wenn diese fettig oder schuppig sind, hilft eine Spülung. Sie übergießen
einen Teelöffel getrockneter Blätter mit einem Viertelliter kochendem
Wasser. Nach dem Abkühlen können Sie abseihen. Diesen Absud massieren
Sie nach dem Waschen in Haar und Kopfhaut.
Sie finden die Pflanze auf feuchten, schweren Böden, an Eisenbahndämmen,
Wassergräben, und auch auf Schuttplätzen ist sie heimisch. Die Blätter
sammeln Sie von Mai bis in denJuni. Waschen Sie sie nicht ab, sie verlieren
sonst einen Teil der Schleimstoffe! Und gerade die sind für die kosmetischen
Zwecke wichtig.
Für Wanderer kann Huflattich eine große Erleichterung sein. Wenn
die Füße wund sind, legen Sie Huflattich-Blätter mit der filzigen
Seite nach oben in die Strümpfe. Das erlaubt einen schmerzlosen Heimweg.
Huflattich in der Naturmedizin