Lavandula
- das fließt über die Zunge. Der Name soll vom lateinischen "lavare"
kommen, dem Waschen. Als Zusatz zum Wasch- und Badewasser ist der Lavendel
von altersher in Gebrauch. Das Lavendelsträußchen oder -kissen
ist leider kaum mehr üblich; es gab, im Kleiderschrank aufgehängt,
der Wäsche für lange Zeit einen angenehmen Duft. Vor allem roch
es sehr viel besser als Mottenkugeln, die gegen die Tierchen auch nicht viel
mehr ausrichten können als die Pflanze.
Früher war die Blüte des Lavendels das Symbol für die Treue,
was dem Strauß im Wäscheschrank gehobene Bedeutung verleiht. Ob
er deswegen heute nicht mehr gebräuchlich ist?
Lavendel wächst in Deutschland nicht wild. Dazu ist unser Klima nicht
geeignet. In Mittelmeerländern und Südamerika ist er dagegen weit
verbreitet. Wegen des Lavendelöls wird die Pflanze bei uns angebaut.
Die Parfümindustrie und auch Hersteller von Arzneimitteln brauchen das
stark riechende Öl. In der Apotheke bekommen Sie es. Zehn Gramm davon,
vermischt mit hundert Gramm süßem Mandelöl (ebenfalls aus
der Apotheke) ergeben eine belebende Körperlotion. Und ein Lavendelbad
- für das Sie eine Handvoll getrockneter Lavendelblüten in die Wanne
gehängt haben - ist für unreine Haut eine Wohltat.
Sofern Sie nicht blond sind, aber unter Schuppen oder zu fettem Haar leiden,
ist eine LavendeI-Spülung angebracht. Sie übergießen einen
Eßlöffel Lavendelblüten mit einem Viertelliter kochendem Wasser
und seihen nach dem Abkühlen ab. Das geben Sie ins letzte Spülwasser
nach dem Haarewaschen. Auch Lavendel-Haarwasser ist wirkungsvoll. Sie lassen
in einem gut verschlossenen Gefäß einen Viertelliter Obstessig
und zwei Handvoll getrocknete Lavendelblüten mehrere Wochen lang eine
Verbindung eingehen. Abgefiltert massieren Sie damit regelmäßig
Ihre Kopfhaut.
Ein Lavendelfußbad hilft dem, der unter Fußschweiß leidet.
Eine Handvoll getrockneter Lavendelblüten werden mit einem Viertelliter
kochendem Wasser übergossen. Nach zehn Minuten seihen Sie den Sud in
Ihr Fußbad ab.