Der
Name klingt recht profan gegen jenen, den die heilige Hildegard von Bingen
demKraut gab: "Herba benedikta" - gesegnetes Kraut. Die Pflanze
war als Stärkungsmittel nach schweren Erkrankungen
gebräuchlich.
Der heutige Name kommt lediglich vom Geruch der Wurzel; sie duftet nach Gewürznelken.
Aber nicht nur der Duft, auch der Gebrauch ähnelt dem der Nelken. Nelkenöl
wurde einst bei Zahnschmerzen verschrieben; Nelkenwurz hilft bei Mundgeruch.
Zerkleinern Sie eine Handvoll getrocknete Wurzeln, die Sie am einfachsten
in der Apotheke bekommen. (Andernfalls müssen Sie die Wurzel im Frühjahr
oder Herbst ausgraben.
Das
ist nicht ganz einfach; die Pflanze versteckt sich gern in Hecken und Gestrüpp.)
Übergießen Sie die Wurzel mit einem Viertelliter kaltem Wasser,
decken Sie das Gefäß zu und lassen Sie es drei Stunden lang stehen!
Dann müssen Sie die Mischung kurz aufkochen und abfiltern. Das schmeckt
nicht sehr gut, hilft aber zuverlässig Ihrem Atem.
Nelkenwurz in der Naturmedizin