Eigentlich
ist sie gar keine Kastanie; sie sieht nur ähnlich aus wie die Edelkastanie.
Die Heimat des schönen Baumes ist der Balkan Er passt sich aber problemlos
jedem Boden und fast jedem Klima an. Früher wurde die Kastanie schwer
atmenden Pferden zu fressen gegeben. Huftiere
werden im Winter immer noch mit den braunen Früchten gefüttert.
Daher kommt wohl der Name: Rosskastanie.
Rindenstücke des Baumes wurden zum Gelbfärben von Stoffen verwendet,
die Blüten in Weingeist gelegt. Dieser Alkohol diente im Riechfläschchen
den Damen, in kritischen Situationen ihre "Contenance" wiederzufinden.
Heute gibt es Rosskastanienpräparate gegen Krampfadern und offene Beine.
Wissenschaftler der Universität Salzburg fanden heraus, dass die Rosskastanie
vor allem in Verbindung mit Arnikablüten bei Krampfaderbeschwerden helfen
kann.
Für die Kosmetik sind die Früchte interessant; sie wirken gut gegen
Zellulitis. Sie kochen einige Kastanien in wenig Wasser und zerdrücken
sie dann mit der verbliebenen Flüssigkeit zu einem Brei. Den streichen
Sie auf die Hautpartien und lassen ihn eine Stunde lang einwirken. Diese Kur
muss aber über einige Monate täglich angewendet werden, damit sie
Erfolg bringt.
Auch rote Hände bekommen Sie mit Hilfe der Kastanie weiß und zart.
Dazu kochen Sie einige Rosskastanien, schälen sie und zerquetschen sie
mit einem Eigelb und etwas süßem Mandelöl (aus der Apotheke)
zu einem Brei. Damit bestreichen Sie Ihre Hände. Etwas unpraktisch ist
nur, dass der Brei über Nacht einwirken soll. Ziehen Sie zum Schlafen
Handschuhe über! Anders geht's wohl kaum.
Bei Esoterikern steht die Rosskastanie für Sammlung, Ernst und Fröhlichkeit.
Sie soll Gedanken, die der eigenen Führung entgleiten, wieder in brauchbare
Bahnen lenken. Das mag man glauben oder nicht: Fröhlichkeit und vernünftige
Gedanken sind nicht das Schlechteste, wenn man gut aussehen will.
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