Sapo
hieß schon bei den Germanen, dann bei den Kelten und Römern der
Seifenschaum. So wurde der biologische Name des Seifenkrautes von der Hausfrau
geprägt. Die hauptsächlichen Inhaltsstoffe der zähen Pflanze,
die als Unkraut überall wächst und Umweltgifte ignoriert, sind die
Saponine. Die zeichnen sich durch Schaumbildung aus. Früher wurde mit
einer Abkochung der Wurzel Wäsche gewaschen. Seifenkraut wäscht
zwar nicht porentief rein, aber gewebeschonend. Das alte Rezept, mit Essig
nachzuspülen, macht beim Waschen mit Seifenkraut den Weichspüler
überflüssig.
Das Seifenkraut wurde früher auch benutzt, um bei Flecken und Entzündungen
die Haut zu waschen. Arabische Ärzte verschrieben es sogar bei Lepra
und anderen Hautkrankheiten. Heute wird eine Abkochung der Wurzel für
Umschläge bei Hautkrankheiten benutzt. Es wirkt vor allem gegen Pilzinfektionen.
Die
Bauern entfetteten ihre Schafwolle mit dem Seifenkraut und benutzten es zum
Bleichen von Garn. Ähnlich können Sie es benutzen: als gutes und
sanftes Shampoo. Dazu brauchen Sie hundert Gramm Seifenkraut (am besten ein
Gemisch aus den Blättern und der Rinde). Sie kochen einen halben Liter
Wasser ab, geben das Kraut dazu und kochen es nicht zugedeckt so lange, bis
die Hälfte des Wassers verdampft ist. Mehr ist nicht nötig. Bei
der Haarwäsche mit Seifenkraut ist - vor allem bei stark kalkhaltigem
Wasser - wichtig, daß Sie mit Essig oder Zitrone nachspülen.
Seifenkraut in der Naturmedizin