Naturkosmetik - Kosmetik aus dem Garten

SpitzwegerichSpitzwegerich


Plantaga lanccalata

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Spitzwegerich - Plantaga lanccalata

Dem einen gilt er als Allerwelts-Heilkraut und der Schweizer Kräuterpfarrer Künzle hielt ihn für das wichtigste Naturheilmittel überhaupt. Die anderen sehen nur ein Unkraut in ihm. Freunden Sie sich lieber mit der unscheinbaren Pflanze an! Denn auch kosmetisch kann man den Wegerich gut nutzen.
Ideal ist er bei fetter, unreiner Haut und Akne. Wenn Sie die Blätter nicht selbst sammeln wollen - von Mai bis September gibt es genug davon -, können Sie sie auch in der Apotheke bekommen. Eine Handvoll übergießen Sie mit einem Viertelliter kochendem Wasser. Lassen sie den Sud abkühlen, seihen Sie ab und tränken Sie ein Tuch damit! Fertig ist die Gesichtskompresse.
Unterstützen können Sie die Wirkung des Krautes durch ein Gesichtswasser. Dazu lassen Sie einen halben Liter Wasser eine Viertelstunde kochen, übergießen damit fünfzig Gramm Spitzwegerichblätter und lassen sie zugedeckt fünf bis sechs Stunden ziehen.
Auch Ihre Haare können Sie mit der Pflanze pflegen. Das Shampoo ist zwar in der Herstellung etwas aufwendig, aber das lohnt sich. Zuerst brauchen Sie einen alkoholischen Auszug. Fünf Gramm Wegerich und 100 Gramm siebzigprozentiger Alkohol stehen vier Wochen an einem warmen Platz. Dann wird abgefiltert.
Nun brauchen Sie noch mehr Spitzwegerich. Eine Handvoll Blätter wird mit einem Viertelliter kochendem destilliertem Wasser übergossen. Zugedeckt muß der Ansatz drei Stunden ziehen. Dann seihen Sie ab und lösen in einem weiteren halben Liter destilliertem Wasser 50 Gramm weiße Schmierseife. Dazu kommen zehn Gramm Pottasche, die mit der Seifenlösung eine halbe Stunde lang köcheln müssen. Nach dem Abkühlen vermischen Sie das Seifengebräu mit dem Kräuteransatz und geben dazu 50 Gramm des alkoholischen Auszuges, in dem vorher noch fünf Tropfen Rosmarinöl aufgelöst wurden.
Das gibt für fettes Haar und Schuppen eine Kur, wie sie in derTube kaum erhältlich ist.
Aber damit ist es noch nicht genug. Als Spülung empfehlen wir Ihnen Spitzwegerich-Essig. Dazu brauchen Sie die hauchdünn abgepellte Schale einer ungespritzten Zitrone, die zusammen mit zwei Eßlöffeln getrockneter Spitzwegerich-Blätter in einem halben Liter Obstessig eingelegt wird - vier Wochen lang, warm und dunkel. Mit dem dann abgefilterten Essig, der mit der vierfachen Menge Wasser verdünnt wird, spülen Sie das Haar nach dem Waschen. Bei Schuppen, glanzlosem oder fettigem Haar oder entzündlicher Kopfhaut ist diese Kur sehr hilfreich.

Auch zu literarischen Ehren kam der Wegerich schon in Shakespeares ,"Romeo und Julia". Im ersten Akt heißt es da: "Ein Blatt vom Wegerich dient dazu vortrefflich" - "Ei, sag, wozu?" - "Für Dein zerbrochnes Bein."
Die Pflanze wirkt tatsächlich antibiotisch - was ja auch kosmetisch von Nutzen ist.

Spitzwegerich in der Naturmedizin

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