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Die Europäer begegneten der aus Peru stammenden "Tumatl" anfangs
mit Mißtrauen. Sie sahen in ihr nur einen Zierstrauch, nannten sie "Liebesapfel"
oder "Paradiesapfel". Lediglich die Italiener waren schlauer; sie
wußten schon 1551, daß man sie essen kann und nannten sie „Pomi
d'oro“ - Goldener Apfel. Doch erst im 19. Jahrhundert begann in Neapel
das große Tomatenkonservengeschäft. Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts
wurde die Tomate auch in Deutschland als Lebensmittel bekannt.
Heute werden vier Sorten in großem Maßstab gezüchtet: Speisetomaten,
Lagertomaten, Tomaten mit wenig Samen für Tomatenmark und glatte Tomaten
für Konserven. Kaum bekannt ist, daß aus den Samen der Tomate Öl
gepreßt werden kann. Die Seifenindustrie benutzt es, und raffiniert
ist es ein gutes Speiseöl.
Tomaten sind gesund. Sie enthalten viel Zucker, Säure, Karotin und jede
Menge Vitamine - vor allem Vitamin A. Das ist als Schönheitsvitamin bekannt.
So kann man als Gesichtswasser einfach frischen Tomatensaft nehmen. Der wirkt
reinigend, porenverengend und erfrischend.
Bei fettiger und unreiner Haut zerquetschen Sie eine frische geschälte
Tomate (kurz unter heißes Wasser halten oder in kochendes Wasser legen,
dann geht das einfach!), mischen so viel Mandelkleie (aus der Apotheke) darunter,
daß Sie einen dicken Brei bekommen, und streichen sich den für
einen halbe Stunde ins Gesicht. Noch mehr Vitamine bekommt Ihre Haut, wenn
Sie die Maske mit einer halben Handvoll kleingeschnittener Petersilie würzen.
Auch Karottensaft gibt etwas Abwechslung. Nur - schöner wird die Farbe
des Breis dadurch nicht. Menschen mit schwachen Nerven tun sich schwer beim
Anblick eines solcherart blutfarbig dick eingeschmierten Gesichts. Aber was
tut man nicht alles gegen Pickel, Mitesser und Co.
Aus drei geschälten, zerquetschten Tomaten und einem Esslöffel Olivenöl,
das mit einer halben Tasse Maismehl vermischt wird lässt sich ein sanftes
Peeling herstellen. Gut einmassieren und mit lauwarmem Wasser abspülen!