Regia ist die Königliche. Der Nußbaum heißt möglicherweise so, weil er, der bis zu 30 Meter hoch werden kann, häufig stolzer Einzelgänger ist. Hartnäckig hält sich bei vielen Bauern die Meinung, daß der Nußbaum keine andere Pflanze um sich dulde. Manche Wissenschaftler beteiligen sich an den Diskussionen, wenn bisher auch ohne klares Ergebnis.
Menschliche Züge wurden dem Baum schon oft zugeschrieben: "Nußbäum,
Esel
und auch Weiber / haben wundersame Leiber / weilen sie als ungeschlagen /
selten gute Früchte tragen."
Das Öl der Walnuß, das Nußöl, ist - ernährungsphysiologisch
betrachtet - hochwertig, leicht verdaulich und nahrhaft. Ölmaler schätzen
die gute Austrocknung. Und auch die Seifenindustrie hat für´s Öl
Verwendung.
Die holzige Schale und die Blätter enthalten eine Substanz, das Juglon,
die unter Einwirkung von Sauerstoff den Chemikalien ähnelt, die auf Fotografien
die schwarzen Stellen bilden. So wirkt dieses Juglon dauerhaft als natürliches
dunkles Haarfärbemittel. Sie merken es auch an Ihren Händen, wenn
Sie beim Färben keine Gummihandschuhe tragen.
Sie reiben drei Handvoll Walnußschalen zu Pulver (die Kaffeemühle
kann da helfen) und mischen ein ganz klein wenig Olivenöl sowie etwas
heißes Wasser dazu, bis ein schöner Brei entsteht. Nach der Haarwäsche
- die Haare sollen abgetrocknet, aber nicht trocken sein - verteilen Sie den
Brei auf Ihrem Haar. Plastikhaube und Handtuch drauf! Lassen Sie den Brei
eine Viertelstunde oder eine halbe Stunde wirken, je nach gewünschter
Tönung! Dann sollten Sie Ihr Haar nochmals waschen.
Sie können auch Walnußblätter nehmen. Die geben dem Haar einen
satt-braunen Ton und wirken wie ein leichter Festiger. Sie brauchen dazu zwei
bis drei Hände getrockneter Walnußblätter - ganz nach Haarlänge.
Die übergießen Sie mit kochendem Wasser, lassen eine Viertelstunde
ziehen und seihen dann ab. Das Haar wird glänzend und leicht frisierbar.
(Bei Fußschweiß können Sie das Gebräu auch trinken;
es hilft.)
Und wenn es eines Tages so weit ist, daß Ihnen allmählich die Haare ausgehen, versuchen Sie das alte Rezept von Kräuterpfarrer Künzle: Sie nehmen eine Handvoll unreifer Nüsse, zerquetschen sie und braten sie in 300 Gramm Speck eine halbe Stunde lang gut durch. Dann passieren Sie den Brei durch ein Tuch und lassen ihn erkalten. Zweimal täglich auf die Kopfhaut geschmiert - das soll helfen.
![]()