“Wein,
wenn er nicht zu alt oder firn ist, stärket alle natürlichen Kräfte,
erquicket die Lebensgeister, erwärmet das blöde, schwache und kalte
Gehirn. Er machet das Herz fröhlich, vertreibet die Traurigkeit, und
bringet einen ruhigen Schlaf. Man soll aber dies verstehen, so fern man ihn
mäßiglich gebrauchet, und den Leib damit nicht überschüttet.“
So steht es in einem Kräuterbuch. Aber nicht nur für das blöde
Gehirn, auch für Ihre Haut ist Wein ein wahrer Luxus - vor allem Weißwein
(gut durchgegoren, bitte!).
Die Weinrebe ist ein uralter Begleiter des Menschen. Vor der letzten Eiszeit
gab es sogar eine deutsche Rebe, die Vitis teutonica. Und als man am Hügel
von Hisarlik grub - hier lag Hollers Troja -, da fand man Weinsamen. Damals,
vor fast 6000 Jahren, waren Wein und Brot die Hauptnahrungsmittel.
Aus Hafermehl und Wein können Sie sich eine Gesichtspackung gegen fettige
und unreine Haut machen. Rühren Sie einen dickflüssigen Brei an
und verteilen Sie ihn auf Ihrer Gesichtshaut! Nach einer Viertelstunde waschen
Sie sich mit lauwarmem Wasser ab.
Wenn man Ihnen einen Rosenstrauß schenkt - werfen Sie ihn nicht weg,
nachdem er abgeblüht ist! Nehmen Sie vorher die Blütenblätter
ab, trocknen Sie sie. Erwärmen Sie eine Handvoll getrockneter Rosenblätter
in einem Viertelliter Weißwein - halten Sie das Ganze zehn Minuten auf
erhöhter Temperatur! Dann lassen Sie über Nacht auskühlen und
filtern ab. Erwärmen Sie einen kleinen Teil des Rosenweins, um eine Prise
Alaun (aus der Apotheke) darin aufzulösen! Mischen Sie alles wieder und
Sie haben ein sehr erfrischendes, desinfizierendes Gesichtswasser.
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