Die Schwäbische Alb

Blaubeuren

Blautopf

Das Städtchen mit dem vielen schönen Fachwerk liegt romantisch in einem Talkessel - umschlossen von Karstfelsen. Es besitzt drei herausragende Sehenswürdigkeiten: Kloster, Blautopf und Urgeschichtliches Museum.

Das ehemalige Benediktinerkloster ist eine Ansammlung malerischer Gebäude aus dem 15. Jahrhundert - teils in Fachwerk gebaut, teils aus Stein. Und mit spitzbedachten Erkern.

Gleich hinterm Kloster liegt der Blautopf, der Quellsee des Flüßchens Blau - blaugrün und glasklar. Er ist nahezu kreisrund, 22 Meter tief und hat 34 Meter Durchmesser. Das Wasser, das ihn speist, versickert zuerst durch den Karst der Alb, sammelt sich dann in einem weitverzweigten Höhlensystem und quillt schließlich empor. Die Höhlen wurden auf 1300 Meter Länge erforscht. Bei 1250 Metern stießen Höhlentaucher auf eine riesige Halle, die 120 Meter lang, 25 Meter breit und bis zu 30 Meter hoch ist. Teilweise ragt sie über den Grundwasserspiegel auf, enthält also einen See und dazu prachtvolle Tropfsteinbildungen. Sie heißt nun "Mörike-Dom", weil Eduard Mörike in seinen "Stuttgarter Hutzelmännlein" von der schönen Blautopf-Nixe Lau erzählt.

Im 1420 erbauten Spital ist das Urgeschichtliche Museum untergebracht. Die Universität Tübingen stellt hier Funde aus den Höhlen rund um Blaubeuren aus: Werkzeuge aus Stein und Knochen, Reste von eiszeitlichen Tieren und, als kostbarstes Stück, eine 30 000 Jahre alte Miniatur von Mammut und Höhlenbär aus Mammut-Elfenbein.

Im Museum steht aber auch - in Lebensgröße - ein Neandertaler mit Nachwuchs und in Schaukästen werden ganze Sippen von Höhlenmenschen gezeigt.

 

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