Die Schwäbische Alb
Reutlingen
Hier, wo sich mehrere
Handelsstraßen vereinigten, um die Echaz auf einer Furt zu durchqueren,
faßte Rudolfus de Rutilingin im 11. Jahrhundert etliche Höfe zu einem
Dorf zusammen. Dem verlieh Kaiser Barbarossa im 12. Jahrhundert die Marktrechte;
Stauferkaiser Friedrich II. machte 1240 eine Stadt daraus.
Von der imposanten Stadtmauer, die damals gebaut wurde, stehen noch das
gewaltige Tübinger Tor, das Gartentor und der Kesselturm mit einem Stück
der überdachten Wehrmauer. Die vielen schönen Fachwerkhäuser
und die zahlreichen Brunnen stammen meist aus dem 16. Jahrhundert.
Helmut Andreas Paul
(er schrieb sich HAP) Grieshaber, einer der bedeutendsten deutschen Grafiker
dieses Jahrhunderts, lebte bei Reutlingen.
Seine großformatigen Farbholzschnitte wurden berühmt. Im Reutlinger
Rathaus hängt ein mächtiges Werk von ihm: ein zwölf Meter langer
exotischer Baumstamm, in den Grieshaber mit 13 Bildern die Reutlinger Geschichte
geschnitten hat.
Sechs Kilometer östlich
von Reutlingen kommen Sie auf die "Eninger Weide". Das ist ein großes
Erholungsgebiet mit allerlei Spaß für Kinder; es gibt dort Sport-
und Spielgeräte, Spielwiese und Grillplätze, ein Wildgehege mit Rot-und
Schwarzwild (zum Füttern der Tiere wird in Automaten Futter bereitgehalten),
einen Vogellehrpfad und die Möglichkeit, um ein Speicherbecken herumzuspazieren.
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