Die Schwäbische Alb
Bad Urach
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Im 11. Jahrhundert entstand
auf dem heutigen Schloßberg die Burg Hohen-Urach (sie ist heute eine mächtige
Ruine), im 12. Jahrhundert gab es zu Füßen der Burg bereits einen
Markt. Zwischen 1442 und 1482 war Urach - neben Stuttgart - die zweite württembergische
Residenz. Graf Eberhard im Bart machte die Stadt zu einem Zentrum für Kunst
und Kultur.
Zentrum der Stadt
ist der Marktplatz mit schmucken Fachwerkhäusern und der prächtigen
Fassade des Rathauses aus dem 16. Jahrhundert. Im Sitzungssaal hängen die
Gemälde der Grafen und Herzöge von Urach.
Die Stiftskirche zum
heiligen Amandus ist ein spätgotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert. Die
Seitenschiffe sind nur halb so hoch wie das Mittelschiff mit seinem hochstrebenden
Netz- und Sterngewölbe, dem reich geschnitzten Betstuhl des Grafen Eberhard
im Bart und dem schönen Chorgestühl. Nahe der Amanduskirche steht
das Residenzschloß von 1443, ein hoher Fachwerkbau. Hier wurde 1445 Graf
Eberhard im Bart geboren (damals freilich noch bartlos); hier feierte er 1474
prunkvoll Hochzeit mit Prinzessin Gonzaga von Mantua. Dazu wurde eigens der
Goldene Saal mit den reich verzierten Türeinfassungen und einem kunstvollen
Kachelofen eingerichtet.
Im 15. Jahrhundert
war Urach also berühmt. Heute wird es das wieder: durch sein Heilwasser.
Man fand man in 769 Meter Tiefe 58 Grad heißes Mineralwasser. Seit 1985
darf Urach sich "Bad" nennen. Es gibt ein umfangreiches Kurzentrum
mit Thermal-Mineralbad, einem Kurpark und dem großen Freizeit-Wellenbad
"Aquadrom".
Was Urach außerdem
bekannt machte, ist sein Wasserfall. Über eine Kalktuff-Nase stürzt
das Wasser 37 Meter senkrecht hinab und sprüht dann nochmals 50 Meter über
Tuffpolster. Dieser Tuff hat sich in Jahrtausenden aus dem ausgeschiedenen Kalk
gebildet. Auch viele Pflanzen und Zweige sind ganz vom Kalk überzogen.
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