Naturkosmetik - Kosmetik aus dem Garten

Eiche

Eiche

Quercus

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Eiche - QuercusDie deutsche Eiche ist so typisch deutsch gar nicht. Sie hat über 500 Geschwister auf der ganzen Welt. Und überall findet sie Verwendung. Es gibt die Scharlacheiche (die auf ihr lebende Laus liefert roten Farbstoff), die Steineiche (deren Holz im Lauf der Zeit immer härter wird), die Korkeiche (ohne die Weinbauern Schwierigkeiten hätten) und viele mehr.

Die Stieleiche (Quercus robur) ist die mit Abstand größte. Sie kann im Lauf ihres tausendjährigen Lebens bis zu 50 Meter hoch werden. Ihr Umfang beträgt dann etwa zehn Meter. Da wundert´s nicht, wenn diesem Ungetüm allerlei an Wunderbarem nachgesagt wird.
Die alten Druiden, die, auf Eichbäumen sitzend, ihre Misteln schnitten, waren nicht nur den Galliern bekannt. Ähnliche Figuren gab's auch bei den Germanen. Das Wort "Druide" kommt vom urkeltischen "druuid" - das bedeutet "eichenkundig". Natürlich war die Eiche dem jeweiligen Obergott geweiht - dem Zeus bei den Römern, dem Thor bei den Germanen - und noch heute gilt das Eichenblatt in manchen Kreisen als das Zeichen von Kraft, Ruhm und Edelmut.
Heute sieht man in Deutschland nur noch selten eine große Dorfeiche. Einst gab es sogar Eichen-Urwälder, die halb Europa bedeckten. Die Römer holzten den "silva magna" den riesigen Eichenwald der Po-Ebene, radikal ab, um Schiffe zu bauen. Denn Eichenholz ist lang, gerade, sehr stabil und extrem langlebig. Das Ergebnis: Die Po-Ebene ist heute so anziehend wie eine verwelkte Bauchtänzerin.
Auch Medizin und Kosmetik profitieren von dem Baum - genauer: von seiner Rinde. Holen Sie sich die nicht selbst, wenn Sie kosmetisch experimentieren wollen! Ohne Rinde stirbt jeder Baum. Kaufen Sie sich die Eichenrinde im Reformhaus oder in der Apotheke! Die kommt aus dem Ausland und wirkt noch besser als die deutsche.
Eine Handvoll der Rinde in einem halben Liter Wasser eine halbe Stunde gekocht das gibt einen guten Zusatz zum Fußbad, wenn Sie an den Füßen schwitzen. Die Abkochung wirkt auch bei feuchten Händen. Bei fettiger, unreiner Körperhaut sollten Sie vier Handvoll Eichenrinde in einem Liter Wasser eine Viertelstunde kochen. Diesen Sud geben Sie ins Badewasser.
Wozu die Blätter gut sein sollen, erfahren wir aus einem alten Kräuterbuch: "Eichen-Laubin Weingesodten und getruncken, stillet allerley Bauch-Flüsse, der Weiber starke Blödigkeit, Samen-Fluß, und heilet das Röhrlein-Geschwiere."

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Eiche - Quercus

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