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Jeder kennt ihn, den Löwenzahn. Wohl jedes Kind hat schon einmal die Früchte der "Pusteblume" weggeblasen. Er schmeckt auch gut. Die jungen kleinen Blätter des Löwenzahns geben jedem Salat einen gewissen Pfiff - geschmacklich wie medizinisch. Denn für die Frühjahrskur, die der Entschlackung und Blutreinigung dient, ist die Pflanze wichtig.
Für kosmetische Zwecke wird seit altersher der beim Abschneiden des
Stengels austretende Milchsaft benutzt, um Furunkel, Karbunkel, Räude,
Flechten und viele Hautkrankheiten einzudämmen. Auch destilliert wurde
die Pflanze. Dieses Löwenzahnwasser wurde dann zur Schönheitspflege
eingesetzt: "Die Weiber pflegen sich mit diesem Wasser zu waschen, in
Hoffnung ein klares Antlitz zu erlangen, und die rothe PurpeIn oder Finnen
auszutilgen. Ferners dienet es wider die rothe Augen und deren Flecken, bisweilen
etliche Tröpflein darein geträuft."
Gegen Sommersprossen hilft zuweilen folgende Lotion: Eine Handvoll Löwenzahnblüten
wird mit kochendem Wasser übergossen. Das Wasser soll die Blüten
gerade bedecken. Lassen Sie das Ganze abkühlen, seihen Sie ab und betupfen
Sie Ihre Haut regeImäßig mit dieser Flüssigkeit! Sollte das
nichts nutzen, hat sich die Mühe dennoch gelohnt: Sie können die
Lotion auch als Haarspülung verwenden. Besonders Blonde werden sich darüber
freuen. Ob trockenes, sprödes oder fettiges Haar - Löwenzahn hilft.
Auch bei Schuppen.
Noch etwas Gutes können Sie für sich tun; sich mit Löwenzahn
eine Erfrischungskompresse machen. Dazu hacken Sie eine Handvoll frischer
Löwenzahnblätter fein klein und übergießen sie mit kochendem
Wasser, bis sie gerade bedeckt sind. Lassen Sie fünf Minuten ziehen,
tränken Sie mit der heißen Flüssigkeit ein Tuch und legen
Sie es sich übers Gesicht. Wird das Tuch kalt, nutzt es nichts mehr;
die Hitze ist wichtig. Nur wenn in Ihrem Gesicht einige Äderchen geplatzt
sind, sollten Sie lediglich lauwarme Kompressen benutzen.