Naturkosmetik - Kosmetik aus dem Garten

Kamille

Kamille

Matricaria chamomilla

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Kamille - Matricaria chamomilla"Um des Leibes Weh zu stillen, schuf der Herrgott die Kamillen" dichtete der Österreicher Heinrich Waggerl. Recht hat er. Die Kamille ist das bekannteste Naturheilmittel und das mit der umfassendsten Wirkung. Vor allem Frauen profitieren davon; so kommt auch der lateinische Name von "mater" - der Mutter. Im Volksmund heißt die Pflanze Mutterkraut. Ihr Tee ist gut gegen alle Frauenbeschwerden bis hin zur Migräne, die durch Menstruationsbeschwerden ausgelöst wird.
Naturkosmetiker halten sie für eine der vielseitigsten und wertvollsten Pflanzen, um Schönheit und Gesundheit zu vereinigen. Daran ist vor allem ihr ätherisches Öl Azulen beteiligt. Dieses Kamillenöl ist - synthetisch - in vielen Cremes enthalten, doch wirkt es lange nicht so gut wie das natürliche Öl, das freilich sehr viel teurer ist - es sei denn, Sie sammeln die Kamille selbst. Die Pflanze ist ja so anspruchslos, daß sie fast überall wächst. Wenn die Hälfte der Blüten geöffnet sind, ist die beste Erntezeit.

Bei Mitessern und Pickeln hilft ein einfaches Gesichtsdampfbad. Oder eine Kompresse. Dazu übergießen Sie eine Handvoll Kamillenblüten mit einem Viertelliter kochendem Wasser. Nach dem Abkühlen seihen Sie ab. Dann müssen Sie die Flüssigkeit nochmals erhitzen und ein Tuch damit tränken. Das hilft auch bei Halsfalten; Sie müssen nur vorher den Hals gut mit Öl bestreichen - Oliven-, Avocado- oder Mandelöl eignen sich gut dafür.
Eine einfache Augenkompresse bekommen Sie mit Kamillen-Teebeuteln aus dem Lebensmittelgeschäft. Nur anfeuchten und dann auf die Augenlider legen! Etwas Vorsicht ist bei empfindlichen Menschen angesagt; da wurden starke allergische Reaktionen festgestellt.
Ihre Haut freut sich über ein Kamillenbad. Zwei Handvoll der Blüten werden - in einem alten Strumpf - ins Badewasser gelegt. Es wirkt prächtig; sogar rissige Haut an den Händen wird weich.
Wenn Sie die Möglichkeit haben, frische Kamille zu sammeln, sollten Sie sich einen alkoholischen Auszug herstellen. Zehn Gramm der Blüten werden in 100 Gramm siebzigprozentigen Alkohol gelegt - vier Wochen lang. Warm und dunkel soll´s sein, ab und zu müssen Sie schütteln. Wenn Sie diese Kamillen-Tinktur erst einmaI probiert haben, brauchen Sie ständig welche: bei kleinen Verletzungen, eingerissenen Nagelbetten, Bläschen im Mund, Zahnfleischbluten...
Es gibt fast nichts, wo die Kamille versagen würde.

Blonde schätzen die pflegende Wirkung der Kamille auf ihr Haar. Drei Handvoll Kamillenblüten werden mit kochendem Wasser so gerade eben bedeckt; nach einer Stunde wird abgeseiht. Dann kommt noch der Saft einer halben Zitrone dazu - fertig ist das Haarpflegemittel. Es macht Ihr Haar seidig und glänzend, dient als Festiger und hellt die Farbe etwas auf.
Bei trockener oder schuppiger Kopfhaut sollten Sie einen Kamillen-Ölauszug benutzen. Zehn Gramm Kamillenblüten werden in 200 Gramm Oliven- oder (besser) Sojaöl eingelegt. Nach drei Wochen an einem warmen Platz können Sie abfiltern. Pressen Sie die Blüten gut aus! Das Öl eignet sich auch zum Massieren, für schmerzende Füße und rauhe oder entzündete Hautstellen.
Wenn Ihre Haut spröde und leicht reizbar ist, stellen Sie aus zwei Eßlöffeln des Kamillen-Öl-Auszuges, einem Eigelb und einem Spritzer Zitronensaft eine Mayonnaise her: Sie geben das Öl tropfenweise zum Eigelb (beides sollte Zimmertemperatur haben) und rühren mit dem Schneebesen, bis die Masse einigermaßen fest ist. Die hilft vor allem im Winter. Sie tragen die Mayonnaise mit einem Pinsel auf die Haut auf, lassen Sie eine halbe Stunde einwirken und waschen sie dann mit lauwarmem Wasser ab.

Kamille in der Naturmedizin

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