Naturkosmetik - Kosmetik aus dem Garten

Weide

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Salix fragilis

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Weide - SalixZur Kinderzeit was es ein Genuß, früh im Jahr die "Weidenkätzchen" zu streicheln. Auch als Zimmerschmuck waren die Zweige mit den Blüten - denn nichts anderes sind die flauschigen Kätzchen - sehr beliebt. Da sie aber die erste Bienenweide im Jahr darstellen, hat man sie unter Naturschutz gestellt. Der Baum ist als Lieferant für Medikamente gegen Fieber und ähnliche Erkrankungen seit langem bekannt. Chemiker stellten fest, daß er ein Glycosid produziert, das eine Vorstufe der Salizylsäure und damit ein Bestandteil des Aspirins  Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Weide - Salixist. Das Holz des Baumes ist fast wertlos - es sei denn zum Flechten von Körben oder Stühlen -, doch die Rinde wird seit langer Zeit verwendet: "Die Rinde zu Aschen gebrannt, in Essig gebeitzet und übergelegt, vertreibet die Warzen und Hühneraugen."
Wenn Sie von Hand- oder Fußschweiß geplagt werden, kochen Sie eine Handvoll Weidenrinde in einem Liter Wasser eine Stunde lang. In dem Absud baden Sie Hände oder Füße ausgiebig und häufig.
Die Apotheker im 18. Jahrhundert verstanden sich auch als Kosmetiker. Sie sammelten deshalb nicht nur Rezepte für Medikamente, sondern auch Informationen, wie sich die Schönheit des weiblichen Geschlechts steigern ließe. So wußten sie schon, daß Weidenblätter gut sind "wider die Fette des Haares" und "die Schuppen des Kopfes" oder schrieben einfach nieder: "Das Laub von deren Schößlein der weißen Weiden machet das Haar hübsch".
Und sie hatten recht. Weidenblätter-Spülungen helfen bei Schuppen und fettigem Haar und machen es wirklich hübsch. (Blondes Haar, wie bei vielen naturkosmetischen Mitteln, ausgenommen.) Dazu wird ein Eßlöffel getrockneter Weidenblätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Lassen Sie das Gebräu abkühlen, bevor Sie es abfiltern und als letzte Spülung für Ihr Haar verwenden.

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Weide - Salix

Weide in der Naturmedizin

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